Taiji Quan Chen-Stil | Typische Handstellungen- und Positionen Die zwei wichtigsten BasisübungenLinks

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Was heißt Taiji Quan?

Das Zeichen Tai heißt sehr groß, sehr hoch, das
Weltall; das Zeichen Ji bedeutet äußerste Grenze, Gipfelpunkt und bestätigt damit noch das erste. Eine ältere Bedeutung beider Zeichen zusammen ist: der Firstbalken.
Alle Bedeutungen weisen jedoch auf das höchste Gesetz, oder Prinzip. Damit gemeint ist die Polarität, das Yin Yang-Prinzip, das allen Dingen innewohnt.
Das Zeichen Quan bedeutet Faust bzw. Kampfkunst.
So kann man Tai Ji Quan frei übersetzen mit:
„ Durch die Bewegungen in der Kampfkunst das höchste Gesetz zum Ausdruck bringen “.

Was ist Taiji Quan?

Taiji Quan ist eine Kampf- und Bewegungskunst,
die ihre Wurzeln in dem alten China vor rund 3500 Jahren hat.
Eine Kampfkunst zu beherrschen war zu jener Zeit sehr nützlich, wenn nicht gar notwendig.
Heute können wir von dieser hohen Kultur der Kampfkunst profitieren, ohne sie selbst noch anwenden zu müssen. Wir können nunmehr die wunderschönen Bewegungen spielerisch einsetzen. Einerseits beim Vorführen der Form und dann beim tui shou, dem Spiel der Hände bei der Partnerübung.
Im Gegensatz zum Qi Gong geht der Kraftstrom beim Taiji Quan nach außen, das heißt, jede Bewegung des Körpers und der Extremitäten hat ihr Gegenstück in der Kraft eines gedachten Angreifers. Genauer: Jede Bewegung ist eine Verteidigungsreaktion auf einen konkreten Angriff.

 

 

Der Chen Stil

Der Chen Stil ist das älteste Taiji Quan, das heute noch praktiziert wird. Er wird allgemein als der Vorfahre aller anderen, heute bekannten Stile angesehen.
Die Geburtsstätte des Chen Taiji Quan liegt in dem kleinen Dorf Chenjiagou und läßt sich, historisch belegt, in das späte 17te Jahrhundert datieren, als Chen Wanting begann, diesen Stil zu lehren. Erst ab dieser Zeit nannte man diese Kampfkunst Taiji Quan.

Das Chen Taiji Quan wird heute in vielen Schulen
auf der Erde gelehrt und man kann erstaunt sein,
wie unterschiedlich diese den Chen Stil darstellen.

Ich selbst habe das Taiji Quan von meiner chinesischen Meisterin Li De Feng gelernt. Ihre Art des Chen Taiji Quan geht zurück auf Chen Fake (1887-1957 ), einem der letzten großen Meister der Chen-Familie.

Bei uns wird die lange 83er Form gelehrt,
verschiedene, für den Chen-Stil typische Basisübungen und Tui Shou, auch bekannt unter dem Begriff "push hands".


Der Unterricht findet immer Donnerstags von 18.00 - 19.30 Uhr statt.

 

Wer sich mehr für dieses Thema interessiert, kann unter den angegebenen Links stöbern. Bei Interesse für eine Probestunde, oder Erfahrungsaustausch, können Sie mich erreichen unter der Nummer: 0202/3098383 , oder e-mail: miko@aikido-wuppertal.de

Links:

http://www.geocities.com Infos über Meister Hong, einem Schüler von Chen Fake. Er war der Lehrer unserer Meisterin.

http://www.wushan.net
Einiges über Qigong, Taiji Quan, Wushu und Meditation

http://www.chentaichi.com Englische site mit Fotos, Informationen und Videosequenzen zum runterladen.


 

 

Auf den Fotos ist der verstorbene Mann meiner Meisterin, Meister Yu Feng Xiang zu sehen

 

1. Hand-Kreis-Übung

Handtechniken im Taiji Quan bestehen aus Kreisbewegungen der Hände zusammen mit den Armen, oder nur der Hände. Es gibt zahlreiche, verschiedene Handkreisbewegungen wie : große-, kleine-, halbe-, viertel-, Kreise und in- oder gegen die Uhrzeigerrichtung. Alle diese Kreisbewegungen sollten jedoch nur nach bestimmten Regeln eingesetzt werden und nicht aufs Geratewohl. Wenn man die Kreise ausführt, so müssen beide Hände miteinander koordiniert sein. Außerdem müssen die Bewegungen abgestimmt sein auf die der Augen, des Körpers und der Füße. Die folgenden Übungen sind dazu gedacht, die Kreisbewegungen der Hände auf eine so sanfte Art zu trainieren, wie es beim Chen-Stil üblich ist. Sie müssen ebenfalls langsam und entspannt ausgeführt werden.

 

Vorab noch ein paar Begriffsklärungen:

mabu-Stand - Pferdestand (Reiterstellung: Füße parallel, schulterbreit auseinander)

linker mabu - ausgehend vom Pferdestand, jetzt aber doppelte Schulterbreite, den linken Fuß auf der Ferse nach links drehen und den rechten etwas nach links.

waichan - nach außen gedreht
neichan - nach innen gedreht

 

Beschreibe einen Kreis mit der linken Hand gegen den Uhrzeigersinn :

1.) Nimm einen linken MABU-Stand ein, die rechte Hand auf die Hüfte gestützt (akimbo). Die linke Hand vor Deinem solar-plexus, die Finger nach oben gerichtet, während der linke Ellbogen seitlich dicht am Körper anliegt. (Foto 1)

a) Mit einer Drehung Deines Körpers erst ein wenig nach rechts, richten sich die Finger Deiner linken Hand mehr nach vorn. Dann, mit einer Drehung deiner Hüfte nach links, lasse Deine linke Hand in neichan Stellung nach links, vorne kreisen, wie Position A in der Grafik. Der linke Ellbogen liegt jetzt immer noch seitlich an. (Foto 2)


 

b) Die Bewegung wird jetzt durch eine weitere Drehung des Körpers nach links weitergeführt, die Hand beschreibt den angefangenen Kreis (Kurve B) weiter in neichan Haltung. Der Ellbogen löst sich jetzt allmählich vom Körper. (Foto 3)

c) Nun beginnt sich der Körper wieder nach rechts zurückzudrehen, wobei die Hand zum linken vorderen Brustkorb in einer Bewegung, wie Kurve C in der Grafik, kreist. Sie wird dabei mit waichan gedreht und der Ellbogen bekommt wieder Kontakt zur Seite des Körpers. (Foto 4)

d) Während der Körper sich noch weiter nach rechts dreht, führt die Hand, noch in waichan Stellung, die Bewegung fort bis zum solar-plexus, wie Kurve D in der Grafik, wo sie nun wieder in die Grundstellung gebracht wird, mit den Fingern aufrecht. (Foto 5)

 

2. - Den Eimer Wasser aus dem Brunnen ziehen -

1.) Nimm den MABU-Stand ein, mit dem Gesicht nach vorne. Lege die Hände vor Deinen Unterkörper, die Handflächen zu Dir gedreht und die Finger nach unten. Die linke Hand ist höher als die rechte. Das ist die Startposition (Foto 1)

2.) Indem Du Deinen Körper nach rechts drehst, ziehe die rechte Hand mit waichan, an Deinem Körper an der rechten Leiste entlang hoch, bis zur Höhe des Brustkorbs. Dabei beugt sich Dein Arm und die Hand bildet eine lockere Faust. Gleichzeitig wird der linke Arm gestreckt, die Hand kommt mit neichan vor dem Körper bis unter die Höhe der linken Leiste, die Faust öffnet sich dabei und die Handfläche dreht sich in einer neichan-Bewegung nach außen. (Foto 2)

3.) Beim Drehen des Körpers nach links, wird die linke Hand in einer waichan-Drehung vor dem Körper bis zum Brustkorb hochgehoben, indem der Arm gebeugt wird und dabei die Hand eine lockere Faust macht. Zur selben Zeit wird der rechte Arm gestreckt, dabei die rechte Faust nach unten gesenkt bis unter die Höhe der Leiste, die Faust öffnet sich dabei und die Handfläche dreht sich in einer neichan-Bewegung nach außen. (Foto 3)

4.) Diese Bewegungen, 2 und 3 sollten hundert Mal gemacht werden.

5.) Während der Übung achte darauf, daß Deine Füße festen Kontakt zum Boden haben und Dein Oberkörper aufrecht ist. Die Knie sollten nicht seitlich hin- und herschwingen, sondern sich leicht im Wechsel hoch - und runterbewegen. Die Übung sollte langsam erfolgen.

 

 

 

Bei Interesse für eine Probestunde, oder Erfahrungsaustausch, können Sie mich erreichen unter der Nummer: 0202/3098383 , oder e-mail: mikogottschalk@wtal.de

Link zur Aikido-Schule Wuppertal: aikido

 

 

 

 

Aktuelle Ausschreibungen als Datei zum runterladen:

Der aktuelle Taiji-Flyer

Der aktuelle Qigong-Flyer

GfK- Aikido Seminar

 

 

 

 

 

 

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